Abschied: Ein letzter Blick zurück
- Jeannette Holl

- 21. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Ein herzliches Hallo, du treue Seele!
Mit diesen Zeilen sende ich dir meinen letzten Gruß für dieses Jahr.
2025 steht leise an der Schwelle des Abschieds. Und ich merke, wie gut mir diese Zeit tut, in der nichts mehr gedrängt werden muss. Eine Zeit, in der ich langsamer werde, stiller, aufmerksamer für das, was in mir nachklingt.
Die Tage zwischen den Jahren nutze ich sehr bewusst für mich. Ich sortiere, räume auf und schaue mit einem letzten Blick zurück, auf das was war. Ich bin erstaunt, was dieses Jahr alles von mir wollte. Wo ich gefordert wurde und wo ich gewachsen bin. Manchmal mutig, manchmal zögerlich, aber am Ende immer ein Stück mehr über mich hinaus.
Ich erinnere mich an Momente der Freude, an kleine Augenblicke, die vielleicht unscheinbar waren und doch viel bedeutet haben. Und ich spüre Dankbarkeit. Nicht, weil alles leicht war, sondern weil alles Teil meines Weges gewesen ist.
Gleichzeitig richtet sich mein Blick langsam nach vorn. Die Rauhnächte stehen vor der Tür und mit ihnen diese besondere Qualität von Zeit, in der Wünsche, Bilder und Visionen wie von selbst auftauchen.
Es geht mir dabei nicht um Vorsätze oder Ziele, sondern um eine innere Ausrichtung. Um das, was wachsen darf. Um das, was mehr Raum bekommen möchte. Und auch um das, was sich leise verabschieden will.
Vielleicht magst du dir in diesen Tagen ebenfalls ein wenig Raum dafür schenken. Nicht als weiteres Ritual, das du „richtig“ machen musst, sondern als Einladung. Ein paar Minuten am Tag, in denen du bei dir ankommst. In denen du dich fragst, was dieses Jahr mit dir gemacht hat. Was du gelernt hast. Was dich berührt hat. Und was du dir selbst zugestehen möchtest, bevor ein neues Kapitel beginnt.
Und natürlich möchte ich diesen letzten Gruß auch nutzen, um dir von Herzen Danke zu sagen. Danke, dass du hier bist. Danke fürs Lesen, fürs Mitgehen, fürs stille Verbundensein über Worte hinweg.
Ich wünsche dir und deinen Lieben ein Weihnachtsfest, das dich nicht fordert, sondern hält. Und einen Jahreswechsel, der dich sanft ins Neue begleitet. Möge 2026 dich mit Freude empfangen und dir zeigen, wie viel bereits in dir angelegt ist.
Und bevor ich mich nun endgültig für dieses Jahr verabschiede, möchte ich dir noch einen letzten Impuls dalassen. Einen ganz kleinen, fast beiläufigen und doch so kraftvollen Gedanken.
In diesen Tagen sprechen wir viel von Bescherung. Von Geben und Empfangen. Von Momenten, die schön sein sollen. Und doch liegt in diesem Wort ein anderes ganz nah verborgen: die Beschwerung. Nur ein Buchstabe Unterschied. Und manchmal ein spürbares Gewicht.
Wenn du magst, nimm in den kommenden Tagen einmal achtsam wahr, was sich für dich nach echter Bescherung anfühlt. Was dich innerlich weiter macht, wärmer, ruhiger. Und wo du merkst, dass etwas schwer wird, weil du zu viel Erwartung, Bedeutung oder Pflicht hineinlegst.
Manchmal ist das größte Geschenk nicht das, was wir bekommen, sondern das, was wir nicht mehr tragen müssen.
Mit diesem Gedanken verabschiede ich mich für dieses Jahr von dir. Still, dankbar und in großer Vorfreude auf das, was kommt. Möge das neue Jahr dir und mir Raum für ein Wiederbegegnen schenken.
Bis dahin sei gut zu dir und pass auf dich auf!
Herzliche Grüße
Jeannette

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